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Erfahrungsbericht Thusana Patpanathan

Heurechen vor offenem Fenster

Positive Erfahrungen gesammelt

Ich heisse Thusana Patpanathan, bin 16 Jahre alt und besuche die FMS in Basel. Ich mache den Agriviva-Einsatz, da es obligatorisch ist an unserer Schule. Meinen Landdienst führe ich bei der Familie Cadalbert mit den zwei Kindern Flurin und Lidia aus. Der Betrieb befindet sich in Castrisch im Bündner Oberland. Auf dem Hof werden Milchkühe, Mutterkühe, Jungvieh, Ziegen, Hühner und eine Katze gehalten. Meine Arbeitsbereiche waren Haus, Garten und Kinderbetreuung.

Ich war vor dem Aufenthalt sehr aufgeregt und hatte viele Vorstellungen, wie und wo es sein könnte. Das erste Telefonat mit Anna hinterliess einen sehr sympathischen Eindruck. Ich freute mich darauf und sah dieser Herausforderung mit einer positiven Einstellung entgegen. Aber es war für mich das erste Mal, dass ich ganz auf mich allein gestellt war und drei Wochen bei einer fremden Familie leben musste. Als ich ankam, war ich überrascht, denn die Familie Cadalbert hat ein sehr modernes Haus. Ausserdem hat mich die Aussicht überwältigt. Ich bin mir gewohnt, eine Stadt als Aussicht zu haben und keine schöne Landschaft mit Bergen.

Bergheuet grösstenteils Handarbeit.
Untervaz

Mein Alltag verlief folgendermassen: Ich stand jeden Morgen um 7.15 Uhr auf und ging zu den Hühnern, liess sie raus, gab Wasser und Futter. Danach bereitete ich das Frühstück vor. Nach dem Frühstück räumte ich ab und zog die Kinder an. Das Mittagessen kochte ich meistens gemeinsam mit Anna. Den Rest vom Tag verbrachte ich je nachdem mit verschiedenen Aufträgen: In der ersten Woche durfte ich Holunderblüten sammeln und damit Sirup machen. Oft musste ich die Wäsche machen und staubsaugen. Gelegentlich jätete ich im Garten und musste die Blacken ausstechen. Einmal habe ich Frischkäse hergestellt, eine interessante Erfahrung. Zwischendurch habe ich mit den Kindern ein Puzzle gemacht und mit ihnen gespielt. An drei Nachmittagen gingen wir auf die Alp und brachten die Kühe/Ziegen dorthin. An einem Nachmittag war ich beim Heuen dabei.

Etwa um 17 oder 18 Uhr hatte ich Feierabend. Meine freie Zeit verbrachte ich meist in meinem Zimmer, schaute meine Serie oder telefonierte mit meiner Familie und meinen Freunden. Thusana Patpanathan mit den beiden Kindern im Garten. Agriviva 28 | 2019 Bündner Bauer 33 Ich fand es besonders spannend, mitzuerleben, wie die Kühe und Ziegen auf die Alp gingen. Ich durfte einmal vorlaufen, sodass die Kühe hinter mir herliefen. Das war eine grosse Herausforderung für mich. Das Anstrengendste war definitiv das Heuen. Ich wollte es unbedingt ausprobieren, denn ich finde, es gehört dazu. Doch das Rechen ist ziemlich ermüdend, trotz allem bin ich froh, es erlebt zu haben. Positiv fand ich, dass ich kaum Zeit am Handy verbracht habe. Es hat mir gutgetan, drei Wochen lang von zu Hause weg zu sein und einmal zu arbeiten statt in der Schule zu sitzen. In diesen Wochen habe ich die harte Arbeit, die hinter einem Lebensmittelprodukt steckt, gesehen. Ausserdem ist es schön, neue Menschen kennenzulernen, die einen anderen Beruf ausüben, in einer anderen Umgebung wohnen und andere Normen von einer Familie kennengelernt zu haben. Ich bin mir sicher, dass ich nützliche Erfahrungen gesammelt habe, die mir später weiterhelfen werden. Ausserdem habe ich viel über die Landwirtschaft gelernt, meine Fragen wurden immer beantwortet. Ich werde den Landdienst als positives Erlebnis in Erinnerung behalten.

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Auf dem Kartoffelfeld: Schule auf dem Bauernhof

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Hier erfährst du mehr zu den Einsätzen und zu den Ansprechpersonen für alle weiteren Fragen und Auskünfte.

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